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Rewe-Trainer: Hinweise zu den Aufgaben zum Nachlesen

7.1 Bestandsveränderungen (unfertige und fertige Erzeugnisse): Multiple Choice

Die Aufgaben

In dieser Übung geben Multiple-Choice-Aufgaben zu Bestandsveränderungen einen Einblick in Basiswissen, welches sich in vielen Prüfungen wiederfindet.

Bitte beachten Sie Folgendes:

Die einzelnen Aufgaben werden zur Laufzeit generiert. Dabei gibt es zu jeder Frage mehrere sprachlich und inhaltlich unterschiedliche Varianten. Das heißt, dass sich die Tests beim wiederholten Üben unterscheiden. Es ändert sich die Reihenfolge der Fragen, die Reihenfolge der Distraktoren in der jeweiligen Frage und es gibt unterschiedliche Formulierungen der Fragen und der Distraktoren. Es hat also keinen Sinn, sich zu merken, dass bei Frage 1 die Antwort 2 richtig ist usw., sondern man muss jedes Mal die Fragestellung neu erfassen und beantworten.

Zu den einzelnen Antworten erhalten Sie bei der Kontrolle weiterführende Erläuterungen.

Im den folgenden Abschnitten wird das Basiswissen kurz dargestellt.

Zum Verständnis: Grundsätzliches zu den Bestandsveränderungen bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen

In den vorhergehenden Übungen im Lernnetz24 wurde stillschweigend davon ausgegangen, dass alle im Laufe eines Geschäftsjahres in der Produktion hergestellten Erzeugnisse auch tatsächlich verkauft wurden. Eventuelle Unterschiede zwischen der hergestellten Menge und dem Absatz und dem damit verbundenem Aufbau bzw. Abbau der Lagerbestände existierten (noch) nicht.

Ersetzt man diese didaktisch reduzierte Annahme durch die in den Unternehmen realistischerweise vorkommendeUnterschied­lichkeit von Produktion und Absatz, dann muss es Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Lager geben. Diese Bestandsveränderungen sind erfolgswirksam, müssen also bei der Ermittlung des Betriebserfolgs berücksichtigt werden.

Im Folgenden werden die Arten der Bestandsveränderungen und eingelagerten Gruppen (fertige und unfertige Erzeugnisse) mit der dazugehörenden Buchungssystematik näher betrachtet.

Was sind fertige Erzeugnisse?

Fertige Erzeugnisse sind Produkte, welche in einem Unternehmen hergestellt wurden und deren Fertigungsprozess abgeschlossen ist (z. B.. ein produzierter Stuhl der Möbelfabrik Wurm e. Kfm.).

Die Herstellkosten der fertigen Erzeugnisse richten sich nach den Aufwendungen im Herstellprozess.

Vereinfachtes Beispiel: Herstellkosten bzw. Aufwendungen für einen Stuhl in der Möbelfabrik Wurm e. Kfm.

Zur Herstellung eines Stuhls sind folgende Aufwendungen nötig:
Holz:10 € (Rohstoffe)
Nägel:2 € (Hilfsstoffe)
Leim:1 € (Hilfsstoffe)
Löhne:5 €
Herstellkosten eines Stuhls:18 €

Hinweis: Zur didaktischen Vereinfachung werden im Lernnetz24 an dieser Stelle Aufwendungen mit den Herstellkosten uneingeschränkt gleichgesetzt. Dass dem nicht so ist, kann man im Kapitel Kosten- und Leistungsrechnung nachlesen.

Wann liegen Bestandsveränderungen bei fertigen Erzeugnissen vor?

Bestandsveränderungen sind vereinfacht Erhöhungen oder Verminderungen der Lagerbestände von fertigen Erzeugnissen. Ursache dafür ist, dass die Planzahlen des Absatzes nicht mit den Planzahlen derProduktion übereinstimmen.

Gründe dafür sind zum Beispiel:

Was sind unfertige Erzeugnisse?

Unfertige Erzeugnisse sind Erzeugnisse der Produktion, welche noch nicht alle Fertigungsstufen durchlaufen haben und deshalb noch nicht zu den fertigen Erzeugnissen gezählt werden können. Auch sie verursachen bei der Herstellung Aufwendungen.

Vereinfachtes Beispiel: Herstellkosten bzw. Aufwendungen für einen unfertigen Stuhl in der Möbelfabrik Wurm e. Kfm.

Zur Herstellung eines unfertigen Stuhls sind folgende Aufwendungen nötig:
Holz:10 € (Rohstoffe)
Leim:1 € (Hilfsstoffe)
Löhne:4 €
Herstellkosten eines unfertigen Stuhls:15 €

Im Gegensatz zum Beispiel mit dem fertigen Erzeugnis Stuhl ist ersichtlich, dass der unfertige Stuhl noch nicht genagelt wurde und somit noch eine Fertigungsstufe aussteht. Die Herstellkosten des unfertigen Stuhls liegen damit um drei Euro niedriger als die Herstellkosten der fertigen Stuhls.

Wann liegen Bestandsveränderungen bei unfertigen Erzeugnissen vor?

Die Bestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen hängen direkt mit dem Fertigungsprozess zusammen. Fallen zum Beispiel Maschinen einer Fertigungsstufe aus oder stockt die Lieferung von Rohstoffen, so werden von der vorhergehenden Fertigungsstufe unfertige Erzeugnisse produziert, die in den folgenden Stufen nicht weiterverarbeitet werden können. Auch eine Änderung der Fertigungsstruktur kann eine Veränderung der Bestände an unfertigen Erzeugnissen im Jahresverlauf bedeuten.

Arten von Bestandsveränderungen

Bestandsveränderungfertige Erzeugnisseunfertige Erzeugnisse
Bestandserhöhungfertige Erzeugnisse: Es werden weniger fertige Erzeugnisse abgesetzt als produziert. Die Lagerbestände erhöhen sich, d. h. es liegt eine Bestandserhöhung vor.unfertige Erzeugnisse: Es gibt am Jahresende mehr unfertige Erzeugnisse als zum Jahresbeginn. Die Lagerbestände erhöhen sich, d. h. es liegt eine Bestandserhöhung vor.
Bestandsminderung fertige Erzeugnisse: Es werden mehr fertige Erzeugnisse abgesetzt als produziert. Die Lagerbestände vermindern sich, d. h. es liegt eine Bestandsminderung vor.unfertige Erzeugnisse: Es gibt am Jahresende weniger unfertige Erzeugnisse als zum Jahresbeginn. Die Lagerbestände vermindern sich, d. h. es liegt eine Bestandsminderung vor.

Buchungstechnische Behandlung der Bestandsveränderungen

Im Folgenden werden die Bestandsveränderungen am Beispiel von fertigen Erzeugnissen aus Sicht der Buchungssystematikbetrachtet. Auf die Darstellung der Buchungen mit unfertigen Erzeugnissen wird verzichtet, da lediglich das Konto Fertige Erzeugnisse gegen das Konto Unfertige Erzeugnisse ausgetauscht werden müsste.

Zur Wiederholung und Systematisierung wird zunächst der bereits bekannte Fall - also ohne Bestandsveränderungen - dargestellt. Dadurch sollen die Unterschiede, die sich durch die Bestandsveränderungen ergeben, deutlicher werden.

Gleicher Bestand (Jahr 00) – Lagerbestände an fertigen Erzeugnissen verändern sich nicht

Beispiel: Die Möbelfabrik Wurm stellt im Laufe des Geschäftsjahres vier Stühle her. Als Herstellkosten müssen folgende Aufwendungen auf den entsprechenden Aufwandskonten erscheinen (Daten aus dem oben angeführten Beispiel):

Rohstoffaufwand:40 € (Holz)
Hilfsstoffaufwand:12 € (Nägel und Leim)
Löhne:20 €
Aufwendungen gesamt:72 €

Die Aufwendungen für die 4 Stühle betragen also insgesamt 72 €.

Werden die oben genannten Aufwandskonten über das Gewinn- und Verlustkonto abgeschlossen, erscheinen alle Aufwendungen für die vier Stühle in Höhe von 72 € im Gewinn- und Verlustkonto:

SollGewinn- und Verlust­konto (GuV)Haben
Roh­stoff­aufwand40 €
Hilfs­stoff­aufwand12 €
Löhne20 €
(Aufwendungen gesamt für 4 Stühle)

Angenommen der Verkaufspreis eines Stuhls liegt bei 40 € und alle vier Stühle werden verkauft, so sieht das Gewinn- und Verlustkonto folgendermaßen aus:

SollGewinn- und Verlust­konto (GuV)Haben
Roh­stoff­aufwand40 €UE für eig. Erzeug­nisse160 €
Hilfs­stoff­aufwand12 €
Löhne20 €
(Aufwendungen gesamt für 4 Stühle)(Erlöse gesamt für 4 Stühle)
Gewinn88 €
160 €160 €

Da im Beispiel vier Stühle hergestellt und auch alle vier Stühle verkauft wurden, liegt keine Bestandsveränderung vor, d. h. es wurden nicht mehr oder weniger Stühle verkauft als hergestellt.

Bestandserhöhung (Jahr 01) – Lagerbestände an fertigen Erzeugnissen erhöhen sich

Angenommen, in der Möbelfabrik Wurm werden im Folgejahr genau wie im ersten Jahr vier Stühle produziert. Die Herstellkosten sind gleich geblieben. Anders als im Vorjahr 00 werden jedoch nur zwei statt vier Stühle verkauft. Demnach gestaltet sich das Gewinn- und Verlustkonto wie folgt:

SollGewinn- und Verlustkonto (GuV)Haben
Roh­stoff­aufwand40 €UE für eig. Erzeugnisse80 €
Hilfs­stoff­aufwand12 €
Löhne20 €
(Aufwendungen gesamt für 4 Stühle)(Erlöse gesamt für 2 Stühle)
Gewinn8 €
80 €80 €

Aus dem Gewinn- und Verlustkonto wird deutlich, dass auf der linken Seite die Herstellkosten bzw. der Aufwand für vier Stühle steht, wohingegen auf der rechten Seite die Erlöse für zwei Stühle stehen. Zwei Stühle wurden nicht verkauft und müssen eingelagert werden. Es liegt also eine Bestandserhöhung im Lager vor.

Zur Erfassung der Bestandsveränderung sind gesonderte aktive Bestandskonten (Fertige Erzeugnisse und Unfertige Erzeugnisse) einzurichten.

Buchungstechnisch gestaltet sich die Berücksichtigung der Bestandserhöhung wie folgt:

Am Jahresende 01 wird durch Inventur ein Schlussbestand von 36 € an fertigen Erzeugnissen (2 Stühle) ermittelt werden. Diese Stühle werden als Schlussbestand mit 36 € in das aktive Bestandskonto Fertige Erzeugnisse auf der Habenseite angesetzt und zum Jahresabschluss an das SBK gebucht. Der Abschlussbuchungssatz lautet:

Grundbuch: Abschlussbuchung
SollHabenSollHaben
SBKFertige Erzeugnisse36 €36 €

Die Eintragungen im Hauptbuch auf das Konto Fertige Erzeugnisse und auf das Schlussbilanzkonto gestalten sich wie folgt:

SollFertige ErzeugnisseHaben
SBK36 €
(insgesamt liegt ein Schlussbestand von zwei Stühlen vor)
SollSchlussbilanz­konto (SBK)Haben
Fertige Erzeug­nisse36 €
(insgesamt liegt ein Schlussbestand von zwei Stühlen vor)

Im folgenden Schritt wird die Bestandsmehrung (der Wert der zwei Stühle) auf der Sollseite des aktiven Bestandskontos Fertige Erzeugnisse eingetragen und über das Ertragskonto Bestandsveränderungen (BV) gegengebucht. Im Anschluss daran wird das Konto Bestandsveränderung im Rahmen einer Abschlussbuchung abgeschlossen.

Grundbuch
Vorbereitende Abschlussbuchung
SollHabenSollHaben
Fertige ErzeugnisseBestandsver­änderungen (BV)36 €36 €
Abschlussbuchung
SollHabenSollHaben
Bestandsver­änderungen (BV)Gewinn- und Verlustkonto (GuV)36 €36 €

Das Hauptbuch sieht danach wie folgt aus:

SollFertige ErzeugnisseHaben
Bestands­verände­rungen (BV)36 €SBK36 €
(Bestands­erhö­hung von zwei Stüh­len im Lager der Fer­tigen Erzeug­nisse)(insgesamt liegt ein Schluss­bestand von zwei Stühlen vor)
36 €36 €
SollBestands­veränderungen (BV)Haben
GuV36 €Fertige Erzeug­nisse36 €
(Übertrag zwei Stühle)(Übertrag zwei Stühle)
36 €36 €
SollGewinn- und Verlust­konto (GuV)Haben
Roh­stoff­aufwand40 €UE für eig. Erzeug­nisse80 €
Hilfs­stoff­aufwand12 €BV (Lager­leistung)36 €
Löhne20 €
(Aufwendungen gesamt für 4 Stühle)(Erlöse gesamt für 2 Stühle)
Gewinn44 €
116 €116 €

Aus den Buchungen wird deutlich, dass die Herstellkosten bzw. Aufwendungen für zwei Stühle über die Bestands­veränderungen aus dem Konto GuV herausgebucht werden. Im diesem Fall entsteht eine Lagerleistung: Es wird für das Lager geleistet bzw. produziert.

Das Konto Bestandsveränderungen ist in der oben beschriebenen Systematik ein zwischengeschaltetes Hilfskonto in Form eines Ertragskontos.

Der Leser wird sich vielleicht fragen, warum das Konto nicht einfach weggelassen wird, wenn die Bestandsänderung nur vom Konto Fertige Erzeugnisse zum GuV übertragen werden soll. Die Antwort hierauf lautet, dass in der Praxis unterschiedliche Konten für fertige Erzeugnisse geführt werden können (z. B.. Fertige Erzeugnisse Wohnzimmermöbel, Fertige Erzeugnisse Badmöbel etc.). Über das Konto Bestandsveränderungen werden diese Konten zusammengeführt und mit einer Position im GuV als Bestandsveränderungen aufgeführt. Dadurch bleibt die Übersichtlichkeit im GuV erhalten.

Darüber hinaus sprechen auch buchungssystematische Gründe für die Einführung eines Bestandsveränderungskontos, denn ein Bestandskonto darf nie über das Gewinn- und Verlustkonto abgeschlossen werden.

Bestandsminderung (Jahr 02) – Lagerbestände an fertigen Erzeugnissen vermindern sich

Angenommen, in der Möbelfabrik Wurm werden im Folgejahr wieder vier Stühle produziert. Die Aufwendungen in der Herstellung haben sich nicht verändert. Anders als im Vorjahr (Jahr 01) werden diesmal fünfStühle verkauft.

SollGewinn- und Verlust­konto (GuV)Haben
Roh­stoff­aufwand40 €UE für eig. Erzeug­nisse200 €
Hilfs­stoff­aufwand12 €
Löhne20 €
(Aufwendungen gesamt für 4 Stühle)(Erlöse gesamt für 5 Stühle)

Aus der Kontendarstellung wird deutlich, dass auf der linken Seite die Herstellkosten bzw. der Aufwand für vier Stühle steht und auf der rechten Seite die Erlöse von fünf Stühlen. Hieraus muss man zwingend folgern, dass ein Stuhl aus dem Lagerbestand verkauft wurde, d. h. es liegt eine Bestandsminderung am Lager vor. Dies ist auch möglich, da im Jahr 01 zwei Stühle ins Lager eingelagert wurden.

Buchungstechnisch gestaltet sich die Berücksichtigung der Bestandsminderung wie folgt:

Aus dem Jahr 01 liegt ein Eröffnungsbestand an fertigen Erzeugnissen in Höhe von 36 € (2 Stühle) vor. Am Jahresende wird durch Inventur ein Schlussbestand von 18 € an fertigen Erzeugnissen (1 Stuhl) ermittelt und in das SBK als Wert übertragen. Der Abschlussbuchungssatz lautet:

Grundbuch
Eröffnungsbuchung
SollHabenSollHaben
Fertige ErzeugnisseEBK36 €36 €
Abschlussbuchung
SollHabenSollHaben
SBKFertige Erzeugnisse18 €18 €

Die Eintragungen im Hauptbuch auf den Konten Fertige Erzeugnisse und Schlussbilanzkonto gestalteten sich wie folgt:

SollFertige ErzeugnisseHaben
EBK36 €SBK18 €
(insgesamt liegt ein Anfangs­bestand von 2 Stühlen vor)(insgesamt liegt ein Schlussbestand von 1 Stuhl vor)
SollSchluss­bilanz­konto (SBK)Haben
Fertige Erzeug­nisse18 €
(insgesamt liegt ein Schlussbestand von 1 Stuhl vor)

Das Konto Fertige Erzeugnisse ist wertmäßig noch nicht ausgeglichen. Die Sollseite ist wertmäßig größer als die Habenseite. Daraus wird deutlich, dass hier eine Bestandsminderung vorliegen muss. Diese muss auf die Habenseite eingetragen und über das Bestandsveränderungskonto gegengebucht werden. Anschließend ist das Bestandsveränderungskonto über das Gewinn- und Verlustkonto abzuschließen.

Grundbuch
Vorbereitende Abschlussbuchung
SollHabenSollHaben
BVFertige Erzeugnisse18 €18 €
Abschlussbuchung
SollHabenSollHaben
GuVBV18 €18 €

Das Hauptbuch sieht danach wie folgt aus:

SollFertige ErzeugnisseHaben
EBK36 €SBK18 €
BV18 €
(Anfangsbestand von 2 Stühlen)(insgesamt liegt ein Schluss­bestand von 1 Stuhl vor, 1 Stuhl wird als Bestands­minderung erfasst)
36 €36 €
SollBestands­verände­rungen (BV)Haben
Fertige Erzeug­nisse18 €GuV18 €
(Übertrag 1 Stuhl)(Übertrag 1 Stuhl)
18 €18 €
SollGewinn- und Verlust­konto (GuV)Haben
Rohstoff­aufwand40 €UE für eig. Erzeug­nisse200 €
Hilfsstoff­aufwand12 €
Löhne20 €
BV18 €
(Aufwendungen gesamt für 4 Stühle aus der Produktion + 1 Stuhl aus dem Lager)(Erlöse gesamt für 5 Stühle)
Gewinn110 €
200 €200 €

Jetzt stehen im GuV Aufwendungen von fünf Stühlen die Erlöse von fünf Stühlen gegenüber. Das ist möglich, weil ein Stuhl aus den Fertigen Erzeugnissen über die Bestandsveränderungen in das Konto GuV als Aufwand eingebucht wurde.

Zusammenfassung

Bestandsveränderungen sind auf den aktiven Bestandskonten Fertige Erzeugnisse (FE) und Unfertige Erzeugnisse (UE) zu erfassen. Diese Konten weisen in der Regel nur drei Posten aus:

Die Mehr- und Minderbestände werden auf dem besonderen Erfolgskonto Bestandsveränderungen zusammengefasst. Konten­systematisch ist dieses Erfolgskonto ein Ertragskonto (s. Thema 10: Organisation der Buchführung). Die Mehrbestände werden im Haben und die Minderbestände im Soll gebucht:

Das Konto Bestandsveränderungen ist ggf. zu saldieren, die Mehr- und Minderbestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sind also miteinander zu verrechnen.

Der ermittelte Saldo wird in einer Abschlussbuchung auf das Gewinn- und Verlustkonto übertragen:

Hinweis: Grundsätzlich können nach dem Industriekontenrahmen (IKR) die Bestandsveränderungen auch auf getrennten Konten gebucht werden (Bestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen/Bestandsveränderungen an fertigen Erzeugnissen). Da in den meisten Lehrbüchern in kaufmännischen Ausbildungsberufen auf die Trennung der Bestandskonten verzichtet wird, folgt das Lernnetz24 diesem System des gemeinschaftlichen Bestandsveränderungskontos. Nachteil dieser Verkürzung ist jedoch, dass im Gewinn- und Verlustkonto die Bestandsveränderungen nicht mehr eindeutig den unfertigen und fertigen Erzeugnissen zugerechnet werden können.

Viel Erfolg beim Üben.