Rewe
Rewe-Trainer: Hinweise zu den Aufgaben zum Nachlesen

3.6 Eröffnungs- und Abschlussbuchungen (EBK-SBK)

Die Aufgaben

Im Rahmen dieser Übungsaufgabe sollen die Eröffnungs- und Abschlussbuchungen für aktive und passive Bestandskonten geübt werden.

Eine Aufgabe sieht zum Beispiel so aus:

Der Geschäftsfall

Bitte buchen Sie die Eröffnungsbuchung für das Konto: Fuhrpark, 10.000 €

Grundbuch
SollHabenSollHaben
10.000 €10.000 €

Bei den Übungen geht es vorrangig um die Zuordnung der Konten. Da immer nur ein Betrag pro Aufgabe gegeben ist, entfällt der Eintrag des Betrags in Soll und Haben.

Anfangsbestände durch Eröffnungsbuchungen

Liegt zum Beginn eines Geschäftsjahres Vermögen vor, so hat der Unternehmer zu Beginn seines Geschäftsjahres seine Anfangsbestände auf die dazugehörigen aktiven und passiven Bestandskonten vorzutragen, wobei bei den aktiven Bestandskonten der Anfangsbestand im Soll und bei den passiven Bestandskonten im Haben steht.

Im Rahmen der doppelten Buchungsführung darf jedoch niemals ein Betrag auf einem Konto im Soll bzw. Haben eingetragen werden, wenn nicht auf einem anderen Konto (Gegenkonto) ein Betrag im Haben bzw. Soll eingetragen wurde. Mit anderen Worten: Man benötigt für die Anfangsbestände ein Gegenkonto. Dieses Gegenkonto heißt für die Anfangsbestände Eröffnungsbilanzkonto (EBK).

Das Eröffnungsbilanzkonto ist selbst weder ein aktives noch ein passives Bestandskonto, sondern es ist ein Eröffnungskonto (in einigen Lehrbüchern auch Hilfskonto genannt), auf dem sich die Vermögenspositionen im Haben und die Finanzierungspositionen im Soll zeigen.

Das Eröffnungsbilanzkonto ist selbst immer ausgeglichen. Das bedeutet, dass die Kontensummen im Soll und Haben immer gleich sind. Mit anderen Worten: Das im Unternehmen vorhandene Vermögen ist immer in gleicher Höhe durch Eigen- oder Fremdkapital finanziert worden.

Beispiel: Ein Unternehmen hat zum Beginn des Geschäftsjahres ein Fuhrparkvermögen von 20.000 € (z. B. ein Auto), welches durch 20.000 € eines Darlehens finanziert wurde.

SollEröffnungsbilanzkonto (EBK)Haben
Darlehen20.000 €Fuhrpark20.000 €
20.000 €20.000 €

Die Vermögens- und Finanzierungspositionen auf dem EBK sind gleichzeitig die Anfangsbestände der aktiven und passiven Bestandskonten:

SollFuhrparkHaben
EBK (Anfangsbestand)20.000 €
SollDarlehenHaben
EBK (Anfangsbestand)20.000 €

Da eine Eintragung in die Konten nie ohne Buchung mit einem Buchungssatz erfolgen kann, liegen den obenstehenden Beispielen folgende Buchungssätze zugrunde:

Grundbuch: Eröffnungsbuchung für das Beispiel
SollHabenSollHaben
EBKDarlehen20.000 €20.000 €
FuhrparkEBK20.000 €20.000 €

Aus dem Beispielen wird deutlich, dass die Eröffnungsbuchungssätze grundsätzlich folgende Systematik haben:

SollHaben
EBKpassives Bestandskonto
aktives BestandskontoEBK

Schlussbestände durch Abschlussbuchungen

Zum Schluss des Geschäftsjahres muss der Schlussbestand aller aktiven und passiven Bestandskonten über ein Abschlusskonto abgeschlossen werden. Damit erhält der Kaufmann eine übersichtliche Zusammenstellung aller Schlussbestände in einem Konto. Dieses Abschlusskonto wird als Schlussbilanzkonto (SBK) bezeichnet. Damit ist dieses Konto genau wie das Eröffnungsbilanzkonto weder ein aktives noch ein passives Bestandskonto, sondern es ist ein Abschlusskonto (in einigen Lehrbüchern wird auch die Bezeichnung Hilfskonto verwendet).

Beispiel: Im Beispiel oben betrugen die Anfangsbestände des Fuhrparks und der Darlehen jeweils 20.000 €.

Wir nehmen der Einfachheit halber an, dass sich im Laufe des Jahres der Wert des Fuhrparks weder erhöht (Neukauf eines Autos) noch vermindert (z. B. Verkauf eines Autos) hat. Also entspricht der Wert des Schlussbestands für unser Beispiel genau dem Wert des Anfangsbestands. Dieser Betrag von 20.000 € muss am Geschäftsjahresende über das Schlussbilanzkonto (SBK) abgeschlossen werden.

SollFuhrparkHaben
EBK (Anfangs­bestand)20.000 €SBK (Schluss­bestand)20.000 €
20.000 €20.000 €

Im Konto Darlehen betrug der Anfangsbestand 20.000 €. Wir nehmen der Einfachheit halber an, dass auch hier im Laufe des Geschäftsjahres keine neuen Darlehen hinzukamen oder getilgt wurden. Daher müssen die 20.000 €, die schon als Anfangsbestand in das Konto eingetragen wurden, über das Schlussbilanzkonto abgeschlossen werden:

SollDarlehenHaben
SBK (Schluss­bestand)20.000 €EBK (Anfangs­bestand)20.000 €
20.000 €20.000 €

Nachdem die Konten Fuhrpark und Darlehen abgeschlossen wurden, zeigt sich auf dem Schlussbilanzkonto (SBK) folgendes Bild:

SollSchlussbilanzkonto (SBK)Haben
Fuhrpark20.000 €Darlehen20.000 €
20.000 €20.000 €

Da eine Eintragung in die Konten nie ohne Buchung und damit einem Buchungssatz erfolgen kann, liegen den obenstehenden Beispielen folgende Buchungssätze zugrunde:

Grundbuch: Abschlussbuchung für das Beispiel
SollHabenSollHaben
SBKFuhrpark20.000 €20.000 €
DarlehenSBK20.000 €20.000 €

Aus dem Beispielen wird deutlich, dass die Abschlussbuchungssätze grundsätzlich folgende Systematik haben:

SollHaben
SBKaktives Bestandskonto
passives BestandskontoSBK

Abschließend lässt sich sagen, dass das Schlussbilanzkonto von der systematisierenden Form her ein Spiegelbild des Eröffnungsbilanzkontos, denn im EBK befinden sich die Vermögenspositionen im Haben und die Finanzierungspositionen im Soll, während sich im Schlussbilanzkonto die Vermögenspositionen im Soll und die Finanzierungspositionen im Haben befinden.

Viel Erfolg beim Üben.