Grammatikator: Regeln und Texte der Übungen

Thema 10: Wortarten: gemischte Übungen

10.2 Substantiv, Verb, Artikel, Adjektiv, Adverb, Pronomen

Grammatikator

Die gemischten Übungen zu den Wortarten bieten die Möglichkeit, Gelerntes in komplexeren Situationen anzuwenden, indem mehrere Wortarten gleichzeitig erkannt werden müssen.

Zu den bereits unter 10.1 zu übenden Wortarten (Substantiv, Verb, Artikel, Adjektiv, Adverb) kommen jetzt die Pronomen hinzu.

Die Sätze mit den zu bestimmenden Wörtern werden weiterhin in Großbuchstaben angezeigt, um das Bestimmen von Substantiven und Substantivierungen zu erschweren. Denn das richtige Erkennen von Substantiven und Substantivierungen ist entscheidend für die richtige Groß- und Kleinschreibung.

Erläuterungen und Beispiele zu allen Wortarten findet man als Übersicht unter Wortarten. Das dort Ausgeführte wird hier nicht wiederholt, aber es gilt folgender Tipp: Man sollte diese Seite beim Üben in einem weiteren Tab geöffnet halten, um immer wieder (solange man es benötigt) bequem nachschlagen zu können.

Bei der Bestimmung eines Wortes als Pronomen muss in den Übungen nicht nach der Art des Pronomens unterschieden werden, also Personal-, Possessiv-, Reflexiv-, Demonstrativ-, Relativ-, Interrogativ- und Indefinitpronomen.

Das Erkennen von Personal-, Possessiv-, Reflexiv- und Interrogativpronomen als Pronomen dürfte kaum Schwierigkeiten bereiten. Beim Bestimmen der anderen Pronomenarten können folgende Hinweise helfen:


Die Wörter der, die, das können bestimmte Artikel oder Pronomen (Demonstrativ- oder Relativpronomen) sein. Ob es sich um Artikel oder Pronomen handelt, lässt sich einfach feststellen: Die bestimmten Artikel treten immer mit einem Substantiv auf.


Die wichtigsten Indefinitpronomen sollte man sich einprägen, also: jedermann, man, manch, etwas, genug, irgendetwas, irgendwer, jemand, irgendjemand, irgendein, jeder, niemand, nichts, kein.


Die Indefinitpronomen all, ander, beide, einer, einige, etlich, mehrere, sämtlich, solch, viel, wenig gehören semantisch (also von ihrer Bedeutung her) zu den (unbestimmten) Zahlwörtern, sind aber syntaktisch (also von ihrer Funktion im Satz her) gesehen Pronomen.

Einige dieser Indefinitpronomen können zusammen mit Artikeln auftreten:

Die Artikelfähigkeit führt bei einer und ander formal zur Varianten der möglichen Großschreibung (siehe http://www.duden.de/rechtschreibung/andere), wobei aber gleichzeitig darauf verwiesen wird, dass andere im Allgemeinen kleingeschrieben wird.

Das Indefinitpronomen beide wird anstelle von alle, wenn zwei Personen oder Sachen gemeint sind:

Bei viel und wenig handelt es sich um sogenannte Grenzgänger, denn die beiden Wörter haben wie Adjektive Komparationsformen:

Sie werden in Verweisfunktion wie Pronomen verwendet:

Achtung: Bei adverbialer Verwendung sind viel und wenig als Adverbien zu bestimmen:

Sollte man sich nicht sicher sein, ob es sich um Pronomen oder Adverb handelt, kann man das entsprechende Wort mit anderen eindeutigen Pronomen bzw. Adverbien ersetzen: